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03.12.2025
15:00 Uhr
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Lokführer von Regionalzügen müssen einige Risiken im Blick behalten. KI kann das aber auch; Depotfahrten ohne Passagiere kann sie wohl schon bald steuern.

Bahnreisende kennen diese oder ähnliche Ansagen: "Die Abfahrt des Zuges verspätet sich, wir warten auf unseren Lokführer." Ein Problem, das Passagiere der Nürnberger U-Bahn-Linien U2 und U3 nicht kennen, ihre Züge sind schon seit vielen Jahren fahrerlos unterwegs, digital gesteuert und zentral überwacht. Will die Deutsche Bahn nicht langsam nachziehen?
Sie will, zumindest im Regionalverkehr, und andere Nahverkehrsbetreiber wollen es wohl auch. Anfang 2025 endete das Projekt Safe.trAIn, in dem die Projektpartner, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vor allem eine verlässlich sichere, automatische Hinderniserkennung in den Fokus nahmen. Der Unterschied zwischen U-Bahn-Tunnel und überirdischen Zugfahrten mit Straßenkreuzungen, Wildwechsel und nicht zuletzt wechselnden Wetter- und Lichtverhältnissen macht es ungleich schwieriger, Gefahren auf der vorausliegenden Strecke sicher zu erkennen und durch künstliche Intelligenz sicher einzuschätzen.
Das Projekt zeigt aber, wie so etwas trotzdem möglich ist. Folgeprojekte und erste Demonstratoren zeigen bereits, an welchen Stellen und zu welchen Anlässen künftig voraussichtlich Züge ohne Triebfahrzeugführer durch Deutschland und Europa rollen.